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Tag Archives: Friedrich Nietzsche

Anti-Bull

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A Comment on Malcom Bull’s Anti-Nietzsche (Verso Books, London / New York 2011)   Malcom Bull’s study Anti-Nietzsche is one of the most interesting and – as the title might suggest – provocative contemporary publications on Nietzsche I’ve come across. Reason enough to dedicate a little commentary to it. Anti-Nietzsche is not just provocative because […]

Kulturkonservativismus 2.51

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Wie glücklich man sich schätzen kann, noch die goldenen Zeiten des Internets miterlebt zu haben. Als es noch so etwas gab wie Diskussionsforen, in denen tatsächlich produktiver Austausch möglich war ganz ohne Like- und Share-Buttons und Chats ohne dümmliche Dino-, Kätzchen- und Pokemon-Smileys, bei denen einem schon vom Hingucken schlecht wird. Als es noch Software […]

Guy Debord: Die Gesellschaft des Spektakels

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Guy Debord: Die Gesellschaft des Spektakels Über das Scheitern eines autonomen Tutoriums   Who the fuck is Guy Debord? – Eine kleine Einführung in den Situationismus   Wenn ich ein autonomes Tutorium anbiete, hat das in der Regel drei Hauptgründe (außer den offensichtlichen materiellen): Zum einen möchte ich mich mit den behandelten Theorien selbst vertieft […]

Einige Anmerkungen über Rausch und Wahn bei Nietzsche – und das Eselsfest

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In seiner großen Studie Wahnsinn und Gesellschaft versucht der Sozialtheoretiker Michel Foucault zu zeigen, dass sich die abendländische Vernunft seit dem 18. Jahrhundert über eine Abspaltung des Irrationalen, insbesondere des Wahnsinns, aus sich selbst konstituiert hat. Dieser Prozess vollzieht sich materiell in den psychiatrischen Kliniken, die sich aus den Gefängnissen und Arbeiterslagern entwickeln, in denen […]

Zu Nietzsches reaktionären Stellen

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Die Widersprüchlichkeit von Nietzsches Lob autoritärer Gesellschaften drückt sich nicht zuletzt in der simplen Tatsache aus, dass in solchen Gesellschaften den unterdrückten Klassen die Lektüre von Nietzsches Schriften strikt verboten sein müsste.

Ein frühes Fragment Nietzsches über das Gelehrtentum

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Geschrieben 1873, als Nietzsche noch als Professor in Basel angestellt war. Man könnte daraus einen Persönlichkeitstest für Akademiker und deren Nachwuchs machen: Welcher Typ von Gelehrte bist Du? Allerdings würden die wenigsten das Ergebnis bei Facebook posten. (Das wären dann jedenfalls in Sachen Ehrlichkeit sehr konsequente Gelehrte, die Nietzsche wahrscheinlich schätzen würde.)   Der Gelehrte. […]

Der Dorn Goethe

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Der Dorn Goethe  Johann oder der Versuch eines nicht-fragmentierten Lebens1)Erstveröffentlicht in der Winter-Ausgabe 2015 der AStA-Zeitung der Uni Frankfurt, S. 10 ff.   Überall regt sich Bildung und Streben, alles will sie mit Farben beleben.2)Die Zitate der Zwischenüberschriften entstammen Goethes Faust, sie sind teilweise in der Zeichensetzung und Orthografie leicht verändert. Wem läuft es nicht […]

Journalismus mit Sonnenbrille – Wider die manipulative Demagogie Jutta Ditfurths

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Seit einigen Tagen kursiert ein Spendenaufruf der linken Publizistin und Politikerin Jutta Ditfurth für ihre Prozesskosten gegen den neurechten, exlinken Publizisten Jürgen Elsässer. Dieser hatte sie auf Unterlassung verklagt, weil sie ihn in einer Sendung von 3sat als „glühenden Antisemiten“ bezeichnet hatte. Ditfurth unterlag vor dem Landgericht München und plant nun, in Berufung gegen Elsässer […]

Rezension: Achim Szepanski: Kapitalisierung

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Achim Szepanski: Kapitalisierung Bd. 1: Marx‘ Non-Ökonomie (456 S.) Bd. 2: Non-Ökonomie des gegenwärtigen Kapitalismus (474 S.) Laika-Verlag; Hamburg 2014   Während die Menschen noch immer meinten, sie seien in ihren Entscheidungen frei und autonom – zumindest, wenn sie sich genug selbst reflektieren würden – war dieser kümmerliche Rest an Reflexivität doch nur ein Mittel, […]

Carl Sternheim – Ein vergessener „Zaungast des Fortschritts“

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Am Ende des berühmten Aphorismus Sur l’Eau (Nr. 100) aus den den Minima Moralia von Theodor W. Adorno heißt es: Keiner unter den abstrakten Begriffen kommt er erfüllten Utopie näher als der vom ewigen Frieden. Zaungäste des Fortschritts wie Maupassant und Sternheim haben dieser Intention zum Ausdruck verholfen, so schüchtern, wie es deren Zerbrechlichkeit einzig […]