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Category Archives: Philosophie

„Ihre Zeit in Gedanken gefasst.“ (G. W. F. Hegel)

„Warum sollte jeder Mensch mindestens eine Fremdsprache lernen?” – Eine philosophische Reflexion

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Mein Lieblingsphilosoph ist Friedrich Nietzsche. Und eines meiner Lieblingszitate von ihm lautet:   Oh meine Thiere, […] schwätzt also weiter und lasst mich zuhören! Es erquickt mich so, dass ihr schwätzt: wo geschwätzt wird, da liegt mir schon die Welt wie ein Garten. Wie lieblich ist es, dass Worte und Töne da sind: sind nicht […]

Kommunikationstechnologie und Kapitalismus- Einige Anregungen

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1. Die Verzeichnisstruktur eines Computers ist wie ein Baum aufgebaut: Beginnend bei einer Wurzel, die sich immer weiter aufspaltet, vereinigen sich die Zweige an keiner Stelle. Klare Zuordnung schafft Effektivität, sie ist prägend für den Umgang mit Technologie, gleichzeitig ist sie eng verknüpft mit Fragen der Identität und Begrenzung. Dabei kann man sich die 0 […]

Wahlen: Idiotenfallen

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Anfang des Jahres geschah etwas Ungewöhnliches: Die ansonsten eher gelangweilt hingenommene Wahlausgabe der AStA-Zeitung der Uni Frankfurt sorgte für aggressive, empörte Reaktionen. Der Grund: Ihr war ein längeres Editoral vorangestellt, das einen Text des französischen Philosophen Jean-Paul Sartre aus dem Jahr 1973 beinhaltete. Der formelle Empörungsgrund bestand darin, dass es die Redaktion – der ich […]

Nietzsche und der Stand des Feminismus. Ein Tagungsbericht

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Die Förderung meiner Reisekosten durch die Freunde und Förderer der Goethe-Universität ermöglichte es mir, an der Tagung „Nietzsche, Psychoanalysis, and Feminism“ teilzunehmen, die am 25. und 26. November 2016 an der der Kingston University London stattfand. Das gewählte Thema lieferte schon von sich aus den Stoff für Kontroversen: Nietzsche äußerte sich nicht gerade wohlwollend gegenüber […]

Eine Bühne!

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Am 17. März sollte in Zürich eine Podiumsdiskussion zwischen Marc Jongen, Olivier Kessler Jörg Scheller und Laura Zimmermann stattfinden. Gegen diese Veranstaltung regte sich massiver „linksradikaler“ Protest, u. a. gab es einen auch von einigen Frankfurter unterzeichneten Offenen Brief, in dem neben Marc Jongen auch Jörg Scheller massiv angegriffen wurden, letzterer in völliger Verzerrung seiner […]

Rezension zu Achim Szepanski: „Der Non-Marxismus – Finance, Maschinen, Dividuum“

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Wörtchen am Mittwoch   Achim Szepanskis Versuch einer Aktualisierung des Marxismus   Achim Szepanski meinte einmal, als ich ihn auf den Zusammenhang zwischen den vier Teilen von Der Non-Marxismus ansprach, dass sich sein neues Buch zu dem Zweibänder Kapitalisierung so verhält wie einst der Anti-Ödipus von Gilles Deleuze und Félix Guattari zu seiner Fortsetzung Tausend […]

Dialog mit Jörg Scheller über die ökonomische Dimension des Rechtsrucks, die Defizite des Linksliberalismus, den Verrat der Linkskonservativen und die Fossilierung der Postmoderne (nebst einigen Bemerkungen zu vielem anderen)

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Als Reaktion auf sein Streitgespräch mit Marc Jongen, dem inoffiziellen „Parteiphilosophen“ der AfD, kontaktierte ich Ende 2016 den Kulturwissenschaftler Jörg Scheller von der Zürcher Hochschule der Künste. Wir kannten uns bereits von einer Nietzsche-Konferenz, die er 2015 mit seinem Kollegen Martin Jaeggi ebendort organisiert hatte, und zu welcher ich einen Vortrag über Nietzsches Rausch-Begriff und […]

Europa als Kontinent der Entgrenzung

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Europa als Kontinent der Entgrenzung Nietzsches kühne Zukunftsvision – ein Konzept für die Gegenwart   In wohl keinem anderen Aspekt ist Nietzsches Denken so aktuell wie in seiner Konzeption von Europa. Immer wieder kommt er in seinen Schriften auf die Frage zurück, was einen „guten Europäer“ eigentlich ausmacht. Seine Antwort dürfte viele überraschen und widerspricht […]

Die Kunst im Zeitalter ihrer Zerstörung

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Die Kunst im Zeitalter ihrer Zerstörung Ein Bericht von der Jahrestagung der European Society for Aesthetics in Barcelona Von Paul Stephan   Die diesjährige Jahrestagung der European Society for Aesthetics, die vom 8. bis 10. Juni in Barcelona stattfand, bot einen faszinierenden Überblick über die Breite der Disziplin. Neben eher historischen, kunst- und kulturwissenschaftlichen Beiträgen […]

Derrida über dekontextualisierte Lektüren der Dekonstruktion

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Und dennoch, unter all den Versuchungen, denen ich heute werde widerstehen müssen, gibt es auch die der Erinnerung: zu erzählen, was das für mich und meine Generation gewesen ist, die Erfahrung des Marxismus, die wir ein ganzes Leben lang geteilt haben, die gleichsam väterliche Figur Marx, seine Auseinandersetzung mit anderen Abstammungen in uns, die Lektüre […]