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Nietzsche und der Stand des Feminismus. Ein Tagungsbericht


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Die Förderung meiner Reisekosten durch die Freunde und Förderer der Goethe-Universität ermöglichte es mir, an der Tagung „Nietzsche, Psychoanalysis, and Feminism“ teilzunehmen, die am 25. und 26. November 2016 an der der Kingston University London stattfand. Das gewählte Thema lieferte schon von sich aus den Stoff für Kontroversen: Nietzsche äußerte sich nicht gerade wohlwollend gegenüber dem Feminismus seiner Zeit und bezeichnet die Emanzipation des „Weibes“ etwa als den „Instinkthass des missrathenen, das heisst gebäruntüchtigen Weibes gegen das wohlgerathene“; andererseits wurde er aber auch, insbesondere durch seine spekulative Vorwegnahme zentraler Einsichten der Freudschen Psychoanalyse und seine radikale Infragestellung überkommener Moralvorstellungen, zu einem der wichtigsten Anreger feministischer Diskussionen des 20. Jahrhunderts und wird von zahlreichen feministischen Theoretikerinnen als wichtiger Impulsgeber genannt. Entsprechend agonal ging es auf der Tagung mitunter auch zu.

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Eine Bühne!


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Am 17. März sollte in Zürich eine Podiumsdiskussion zwischen Marc Jongen, Olivier Kessler Jörg Scheller und Laura Zimmermann stattfinden. Gegen diese Veranstaltung regte sich massiver „linksradikaler“ Protest, u. a. gab es einen auch von einigen Frankfurter unterzeichneten Offenen Brief, in dem neben Marc Jongen auch Jörg Scheller massiv angegriffen wurden, letzterer in völliger Verzerrung seiner Aussagen und seiner politischen Position.1)Aus Frankfurt unterzeichneten den Brief u. a. die Philosophen Daniel Loick & Thomas Seibert. Ansonsten unterzeichnete den Brief u. a. die in Berlin ansässige Autorin Kristin Flade, die schon in anderem Kontext bewies, dass sie ein Problem meiner einer offenen Debattenkultur hat.

(Hier dazu die sehr treffende Antwort von Scheller.)

U. a. nach Androhung „linksradikaler“ Gewalt und einer Gegenveranstaltung wurde das Podium nun abgesagt. (Dazu wiederum ein Kommentar von Scheller.)

Ich gebe Scheller und anderen Kommentatoren 2)Vgl. etwa hier, hier und dort. recht, dass die Absage und ihre Umstände den Autoren & Unterzeichnern des „Offen Briefs“ ein Armutszeugnis ausstellt: So, als ließen sich keine Argument gegen AfD & Co. finden.

Ich finde an der Argumentation des Briefs einzig einleuchtend, dass es wirklich so ist, dass von der AfD kulturpolitisch wenig Toleranz gegenüber kritischen Kulturprojekten zu erwarten ist und dass die AfD oder eine ihr nahestehende Organisation vermutlich kein derartiges Podium ausrichten würde. Andererseits zeugt dies doch gerade von der Schwäche der AfD und nicht von einer Stärke. Und wieso sollte man diese Schwäche gerade beim Kampf gegen die AfD kopieren? Bezeugt man dabei nicht gerade die eigene und bestätigt das Ressentiment der AfD-Wählerkreis gegen die „linksliberale Elite“? Bestätigt man dabei nicht gerade die Kritik am Konzept der „political correctness“?

Traurig zumal, dass man ausgerechnet meint, gegen Jörg Scheller so massiv polemisieren zu müssen, obwohl gerade der in zahlreichen Artikeln immer wieder gegen die AfD und Jongen polemisiert und die Kritik im Handgemenge nicht scheut3)Vgl. dazu auch meine Diskussion mit ihm hier auf dem HARPblog. – etwas, dessen sich zahlreiche „linksradikale“ Akademiker lange schon zu schade sind, da sie ja die „Wahrheit“ bereits zu kennen und sie nicht mehr argumentativ zu behaupten müssen brauchen. Der Unterschied zu auftrumpender Arroganz verschwimmt dabei. (Dialektik von „post truth“ und „truth“ könnte man das ein wenig hochtrabend nennen.)

Auch Adorno war sich ja etwa seinerseits nicht zu schade gewesen, mit Gehlen in einen offenen Disput zu gehen. Und jeder, der dieses Fernsehgespräch kennt, wird anerkennen, dass Adorno dort Gehlen schlicht gegen die Wand redet und klar als „Sieger“ (sofern es sowas im Feld der Theorie je gibt, Adorno selbst kritisiert ja die Einstellung, in einer Diskussion um jeden Preis Recht behalten zu wollen zu Recht als geistesfeindlich) hervor.

Wäre die linke Diskurswende in den 60ern und 70ern möglich gewesen ohne die Courage und intellektuelle Offenheit von Leuten wie Adorno, der sich nicht mal zu fein war, als Emigrant mit einem NSDAP-Mitglied zu diskutieren? Und was machen seine selbsternannten Erben daraus?

Ich wäre auf das Resultat dieses Schlagabtauschs jedenfalls gespannt gewesen …

 

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Fußnoten   [ + ]

1. Aus Frankfurt unterzeichneten den Brief u. a. die Philosophen Daniel Loick & Thomas Seibert. Ansonsten unterzeichnete den Brief u. a. die in Berlin ansässige Autorin Kristin Flade, die schon in anderem Kontext bewies, dass sie ein Problem meiner einer offenen Debattenkultur hat.
2. Vgl. etwa hier, hier und dort.
3. Vgl. dazu auch meine Diskussion mit ihm hier auf dem HARPblog.

Rezension zu Achim Szepanski: „Der Non-Marxismus – Finance, Maschinen, Dividuum“


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Wörtchen am Mittwoch

 

Achim Szepanskis Versuch einer Aktualisierung des Marxismus

 

Achim Szepanski meinte einmal, als ich ihn auf den Zusammenhang zwischen den vier Teilen von Der Non-Marxismus ansprach, dass sich sein neues Buch zu dem Zweibänder Kapitalisierung so verhält wie einst der Anti-Ödipus von Gilles Deleuze und Félix Guattari zu seiner Fortsetzung Tausend Plateaus. Handelt es sich bei Kapitalisierung noch um ein relativ traditionelles Buch, in dem ausgehend von einigen Grundideen der titelgebende Begriff entfaltet wird – was Szepanski zur Entwicklung einer unglaublich spannenden Theorie des gegenwärtigen Kapitalismus führt –, ist Der Non-Marxismus ein post-traditionelles, oder, um in der Sprache der beiden Meisterdenker des Poststrukturalismus zu sprechen (deren Idiom auch Szepanski meisterhaft beherrscht), ein „rhizomatisches“ Werk. Das will sagen: Es gibt keine baumhafte Wurzel mehr, keinen festen Ursprung, aus dem heraus sich die abgeleiteten Teile entwickeln ließen, sondern ein kartoffelartiges Geflecht mit fünf Knotenpunkten (der Einleitung und den vier titelgebenden Begriffen), deren Verbindungen mannigfaltig, diffus und unhierarchisch sind. Während sich Kapitalisierung noch so lesen ließ, als bildete hier die „Non-Philosophie“ des ebenfalls aus Frankreich stammenden François Laruelle eine Art konzeptuelles Fundament, auf dem sich die Konstruktion des ganzen Werkes stützt – was freilich schnell die Frage aufwarf, ob der „Non-Philosoph“ Laruelle hier nicht eine ganz ähnliche Rolle spielt wie es ein Philosoph immer tut: Fundamente stiften, Wurzeln setzen –, ist Der Non-Marxismus konsequenter: Auch der „Non-Philosophie“ Laruelles kommt hier nicht einmal mehr die Rolle eines Stützpfeilers zu, stattdessen spricht Szepanski den Verdacht, dass Laruelle noch immer zu philosophisch sei, offen aus. Die Philosophie, die den Gegenstand stets mit ihren Abstraktionen zu ersticken droht, wird jetzt konsequent auf ihren Platz als Werkzeugmacher für die Wissenschaft verwiesen.

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Dialog mit Jörg Scheller über die ökonomische Dimension des Rechtsrucks, die Defizite des Linksliberalismus, den Verrat der Linkskonservativen und die Fossilierung der Postmoderne (nebst einigen Bemerkungen zu vielem anderen)


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Als Reaktion auf sein Streitgespräch mit Marc Jongen, dem inoffiziellen „Parteiphilosophen“ der AfD, kontaktierte ich Ende 2016 den Kulturwissenschaftler Jörg Scheller von der Zürcher Hochschule der Künste. Wir kannten uns bereits von einer Nietzsche-Konferenz, die er 2015 mit seinem Kollegen Martin Jaeggi ebendort organisiert hatte, und zu welcher ich einen Vortrag über Nietzsches Rausch-Begriff und seine popkulturelle Relevanz gehalten habe. Es entspann sich ein E-Mail-Dialog über Links- und Neoliberalismus, die ökonomische Dimension des Rechtsrucks, mögliche Ansätze aus Resonanztheorie, Mythologie und Naturästhetik für eine (tatsächlich) alternative, progressive Politik, und das irgendwie ja doch verständliche Bedürfnis nach Action … Wir veröffentlichen den Dialog hier in voller Länge.

* * *

Paul Stephan: Seit langem verfolge ich deine auf unterschiedlichen Medien geübten Beiträge zum gegenwärtigen Erstarken der Neuen Rechten mit großem Respekt. Insbesondere fand ich es immer wieder gut, dass Du eine entschiedene eigene Positionierung mit einer Offenheit zur Diskussion mit dem politisch Andersdenkenden zu verknüpfen verstehst – das ist eine Liberalität, die ja heutzutage leider selten geworden ist und ich stimme mit Kommentatoren wie Christopher Kriese vollkommen darin überein, dass genau diese Bereitschaft zur Diskussion auch mit politisch in fundamentaler Weise Andersdenkenden heute wichtiger ist denn je.

Ich selbst habe mich intensiv mit den Positionen Marc Jongens beschäftigt – und einer deiner Artikel hat mich dabei darauf aufmerksam gemacht, mir doch einmal seine Texte vor dem Beginn seines politischen Engagements anzusehen und seine „Konversion“ so besser nachvollziehen zu können – und dann war da zuletzt der Email-Dialog zwischen Jongen und Dir, den ich mutig und zugleich richtig fand.

Stephan auf der Tagung „Pop! goes the Tragedy“, Zürich, 2015

Eines fällt mir jedoch an dem Gespräch und auch an den von Dir generell vertretenen Positionen auf: Du scheinst mir – und daraus machst Du ja auch keinen Hehl – eine dezidiert linksliberale Position zu beziehen, der es vor allem um Werte wie kulturelle Offenheit und Vielfalt, um Integrationsbereitschaft und die Verteidigung des Geistes der Aufklärung geht. Gerade im Gespräch mit Jongen schienst Du mir aus dieser, prinzipiell natürlich sehr sympathischen, Perspektive heraus sehr defensiv zu argumentieren: Es ging letztendlich nur mehr um eine kulturelle Differenz, die es Jongen sehr leicht machte, sein kulturalistisches Lob der Identität anzustimmen – auf das dann nur noch die Reaktion eines Lobes der Nicht-Identität erfolgen kann. Die Debatte artet so schnell in einem fruchtlosen Ping-Pong-Spiel aus. Eine ähnliche Tendenz sehe ich etwa auch in dem jüngsten Buch von Carolin Emcke, Gegen den Hass, die ja ganz ähnliche Ideen wie Du vertritt.

Dabei finde ich das Interessante an Jongen gerade, dass er ein recht explizites Verständnis von der ökonomischen Dimension der verhandelten kulturellen Fragen zu haben scheint. In seinem „AfD-Manifest“ etwa beginnt er mit der Variation des Beginns des Manifests von Marx und Engels und weist der AfD explizit eine ökonomisch fundierte Kernzielgruppe zu: Die vom Abstieg bedrohte „bürgerliche Mittelschicht“, die es vor der Globalisierung zu beschützen gälte. Und Analysen zeigen ja immer wieder, dass es genau diese Gruppe ist, die hinter den Wahlerfolgen von Trump, AfD und Co. steht.

 

„Für zentrale wirtschaftliche Probleme hat der Linksliberalismus keine Antwort.“

(Paul Stephan)

 

Hinter der kulturalistischen Rhetorik von Jongen steht so recht unverhohlen ein wirtschaftspolitisches Anliegen: Die Verteidigung der Privilegien des heterosexistischen weißen Kleinbürgertums. Durch die Globalisierung wurden diese Privilegien in den letzten Jahrzehnten immer mehr abgebaut – nun kommt die Reaktion darauf. Der Linksliberalismus hat in den letzten Dekaden diesen Abbau mitgetragen und ideologisch flankiert – und auch wenn sie sicherlich nicht die „Elite“ bilden haben zahlreiche Linksliberale von diesem Abbau auch selbst ökonomisch profitiert und sind aufgestiegen. Ökonomische Verluste wurden dabei nicht unbedingt geleugnet, jedoch gewissermaßen mit kulturellen Gewinnen verrechnet: Wir mögen ärmer werden, doch dafür werden wir sexier. Zukunftsängste wurden als engstirnige Ängstlichkeit vor dem Neuen abgetan. Diese Rechnung geht heute für viele jedoch nicht mehr auf angesichts ganz realer massiver Bedrohungen der eigenen ökonomischen Stellung. Für zentrale Probleme wie Jugendarbeitslosigkeit, drohende Altersarmut, sinkende Löhne und den Abbau von sozialen Rechten hat der Linksliberalismus anscheinend keine Antwort.

Was helfen mir die geilen Lokale aus fünfzig Staaten um die Ecke, die hippen Queer-Partys, die interessanten Nachbarn aus allen Kontinenten und die Freiheit, als Mann auch mal mit einem Mann zu knutschen in der Öffentlichkeit wenn ich mir schon bald die Miete im In-Viertel nicht mehr leisten kann? Ich bin 28. Wenige aus meiner Generation würden Trump und Co. wählen – dafür sind wir viel zu sehr auch Profiteure der Globalisierung und im linksliberalen Geist erzogen worden. Doch viele werden im Privaten sehr konservativ und ziehen sich aus der Politik zurück, weil es in ihr nicht mehr um ihre Interessen, sondern nur noch um oberflächliche Symbolpolitik im Namen von irgendwelchen exotischen Minderheiten zu gehen scheint – mittelfristig ein durchaus gefährliches kulturelles Klima.

 

Schreit diese Situation nicht nach einer verstärkten Pointierung des „links“ in der Wortkombination „linksliberal“? Müsste man nicht nur über Vielfalt, Kreativität und Selbsttransformation sprechen – sondern auch über Jugendarbeitslosigkeit, Altersarmut und die Schwäche der Gewerkschaften? Anders ausgedrückt: Wäre Sanders nicht doch die bessere Option als Clinton gewesen? Bräuchten wir nicht ein neues Bündnis aus Linken und Linksliberalen? Und was verhindert dieses Bündnis genau?

Schwierige Fragen. Teilst Du meine Einschätzung? Und was ist deine Position zu diesem Komplex?

 

 

Jörg Scheller: Besten Dank für Deine Antwort! Ich möchte zunächst genauer auf den Begriff „linksliberal“ zu sprechen kommen. Es ist interessant und auch amüsant, wie schnell man dieses Label angeheftet bekommt. Ich persönlich wüsste nicht, wann und wo ich ein Loblied auf „kulturelle Offenheit“, „Vielfalt“, „Kreativität“, „Integrationsbereitschaft“ oder ein Lied „gegen den Hass“ gesungen hätte – Selbstentlastungsphrasen, Parolen und Slogans sind mir zuwider, egal ob sie aus der linken oder der rechten Ecke kommen. Auch möchte ich darauf hinweisen, dass die Neoliberalisierung in Deutschland nicht primär von Linksliberalen, sondern von Linkskonservativen wie Gerhard Schröder intensiviert worden ist. Der AfD den Boden bereitet hat wiederum der Linkskonservative Thilo Sarazzin. Den philosophischen Anstrich der AfD lieferte Peter Sloterdijk – in der Partei wird er rauf- und runterzitiert –, der sich ebenfalls als linkskonservativ bezeichnet. Wer hat uns verraten? Genau…

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Europa als Kontinent der Entgrenzung


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Europa als Kontinent der Entgrenzung

Nietzsches kühne Zukunftsvision – ein Konzept für die Gegenwart

 

In wohl keinem anderen Aspekt ist Nietzsches Denken so aktuell wie in seiner Konzeption von Europa. Immer wieder kommt er in seinen Schriften auf die Frage zurück, was einen „guten Europäer“ eigentlich ausmacht. Seine Antwort dürfte viele überraschen und widerspricht Versuchen, Nietzsche als Stichwortgeber der Rechten zu betrachten: Der „gute Europäer“ ist gerade derjenige, der Europa hinter sich lässt; der aufhört, Europäer zu sein. Die Zukunft Europas liegt Nietzsche zu Folge nicht in seiner Abschottung, sondern seiner radikalen Öffnung in alle Himmelsrichtungen.

 

Das Lob der Entgrenzung lernen.

 

Intellektuelle von ganz Rechts bis ganz Links stimmen heute in den Chor derjenigen ein, die die „europäischen Werte“ und die „europäische Identität“ hochhalten wollen angesichts ihrer vermeintlichen Gefährdung durch Störer – seien es die Amerikaner im Westen, die Russen im Osten oder die Araber im Süden. Das „Lob der Grenze“ findet heute so viel Anklang wie selten nicht mehr. Doch welche Werte und welche Grenze? Dass man irgendwelche normativen Orientierungspunkte braucht, um überhaupt leben zu können, ist ein Allgemeinplatz, aus dem sich schwer konkrete politische Folgerungen ziehen lassen. Und macht es wirklich Sinn, die Begrenzung als Wert an sich zu betrachten? Müsste man nicht – heute mehr denn je – dem konservativen Lob der Grenze das Lob der Entgrenzung entgegenhalten? Denn trotz allem, was sie gutes bereithalten mögen: Grenzen begrenzen; sie engen ein und schnüren ab. Dass sie ihren Zweck – die Abschirmung des Eigenen gegenüber dem Fremden – ohnehin nicht dauerhaft erfüllen können, lehrt die Geschichte: Der Limes wurde ebenso überrannt wie die Chinesische Mauer. Doch die Barbaren erwiesen sich in beiden Fällen nicht als Kulturzerstörer, sondern als produktive -erneuerer und sogar -bewahrer. Ohne die Germanenstämme gäbe es das „christlich-jüdische Abendland“ wohl nicht, das Imperium wäre vermutlich an seinen inneren Widersprüchen zu Grunde gegangen und von innen heraus verfault.

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Postfaktizität – Versuch einer Deutung


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Folgend eine kurze Betrachtung, die schon vor einigen Tagen entstanden ist und aufgrund der Wahl zum „Wort des Jahres“ nun erneut an Aktualität gewonnen hat.

 

Es gehört zu den Merkmalen dieser unserer Zeit, dass sie stets nach den einfachen Antworten auf die ihr sich stellenden und von ihr gestellten Fragen sucht. In ihrem Suchen lässt sich sich nun vornehmlich von Emotionen leiten, welche eine Antwort bekräftigen, so zwar, dass sie die Fragwürdigkeit dieser Antwort verdunkeln. Wo Fragwürdigkeit aus dem Blick gerät, da findet auch keine kritische Argumentation, kein Abwägen des Für-und-Wider mehr statt. Das Festhalten an der gegebenen Antwort erhält sich selbst, zugrundeliegende Fakten werden nebensächtlich oder gar überflüssig. So nennen wir diese unsere Zeit das post-faktische Zeitalter.

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Israel: A White Colony in the Near East?!


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Israel. a white state? Picture from soldats of the Golani Brigade, one of IDF's most famous combat units. Source: https://www.flickr.com/photos/idfonline/4304073982/

Israel – a white state? Picture from soldats of the Golani Brigade, one of IDF’s most famous combat units. Source: https://www.flickr.com/photos/idfonline/4304073982/

 

A response to Kristin Flade: Unexceptionally Lovely Days

This “response” originates from my work for the open editorial board of a small independent German-Austrian philosophy and art magazine, engagée. I’ve written it for that magazine because I thought that a most controversial text like Flade’s Unexceptionally Lovely Days shouldn’t be published without fundamental changes. After her changes – which are documented partly in this article – turned out to be only superficial, I insisted to write a comment which should be published after her story. Because Flade on her part was not happy about the polemical tone of my text, she decided to withdraw hers – which made mine obsolete. I’ve decided to publish it here nevertheless: Firstly, because otherwise all the work put in this essay not just by myself but also by my proof-readers, Alex Colligs and Adrian Paukstat (who are not responsible in any way for its content – Adrian told me that he disagrees with it in most parts!), whom I’d like to thank here for their great work, would have been wasted; secondly, because I think that despite its weaknesses Flade’s text is an exemplary case for what I perceive as a highly problematic tendency within the context of “engaged” art these days. “Art” becomes an excuse for spreading bad ideas – and bad ideas become the excuse for producing bad, uninteresting art.

For two reasons it feels strange to write this response. Firstly, I have to admit from the beginning that I am not an expert on its topic. As a philosopher I am quite used, one could say: even trained, to write and talk about topics in which I am not an expert. Some topics, however, are just too serious, too tragic in a way, to become the objects of philosophical spiel, which is always comical in one way or the other. Both the cruel conflict in the small region between Mediterranean and Jordan which some call “Israel”, some call “Palestine” and the so called refugee crisis are such topics without any doubt. The philosopher should remain silent about them – the public, politically engaged intellectual, however, should talk about them.

Secondly, I am not sure how a prosaic, more or less “theoretical” text can “respond” to a piece of literature. I was thinking about writing a literary text myself – maybe it would have been a short story from the point of view of the blonde, chubby soldier1)After my criticism Flade deleted the adjective “blonde”. It is used, however, in the original version of the text which has been published three times on the internet (cf. http://thewildword.com/unexceptionally-lovely-days/, http://www.applied-theatre.org/blog/unexceptionally-lovely-days, http://recording-ghosts.blogspot.de/2015/06/unexceptionally-lovely-days.html; checked on 10|05|2016). who appears in the text only as the representative of a certain “principle” not as a real person with an individual history and individual thoughts and feelings. However, even if I had the talent to write it, it would contradict my own understanding of literature to write in this way, i. e. to write in order to support or to neglect a certain political or philosophical position. Albeit I am not a strong supporter of a strict ideology of “l’art pour l’art”, I am of the opinion, that truly interesting, truly relevant works do not exist in order to support a certain ideological point of view but to undermine it and to show more than one perspective on a given object. They should be multi-perspectival in essence. And they should avoid simply supporting given perspectives but try to formulate radically new ones.

From this point of view I would claim that any piece of art is somehow “bad” or at least not interesting that can be summarised in a simple “message”, which is without any formal contradictions or ambiguities. In such works of art, the artistic form seems to serve as a mere front in order to attract the spectators’ attention to support a certain ideological cause. They are hardly distinctive from commercials. Interesting art is the opposite of it.

I have to admit that – from this point of view – Kristin Flade’s text is not even interesting piece of literature in my opinion. Therefore, I feel at least a bit justified in responding to it in prosaic form: I am justified as this literary text is in truth a prosaic one. One might even say: It would have even been better if Kristin Flade would not have written a literary text but a simple journalist reportage about her journey. To put it bluntly: The literary form serves her only as an excuse to use inappropriate metaphors and allusions in order to support a certain political cause that would immediately attract attention in a prosaic text.

Obviously, this is not her personal problem. My impression is that nowadays art often serves this purpose. As long it is somehow “artistic” one can say any reactionary, irrational, and incorrect sh* they want. If one criticises it, the answer is always: “Calm down, it’s only art.” But why “only”? Are bad views less dangerous only because they are presented in an artistic not in a prosaic manner? Aren’t they possibly even more dangerous due to the enormous manipulative, alluring potential that art possesses (and mere arguments do not)? No – if works of art are unequivocally of merely ideological nature, their aesthetic form cannot serve as an excuse for anything. They can and also should be critiqued from a political and theoretical point of view, too.

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Fußnoten   [ + ]

1. After my criticism Flade deleted the adjective “blonde”. It is used, however, in the original version of the text which has been published three times on the internet (cf. http://thewildword.com/unexceptionally-lovely-days/, http://www.applied-theatre.org/blog/unexceptionally-lovely-days, http://recording-ghosts.blogspot.de/2015/06/unexceptionally-lovely-days.html; checked on 10|05|2016).

Die Kunst im Zeitalter ihrer Zerstörung


von

Die Kunst im Zeitalter ihrer Zerstörung

Ein Bericht von der Jahrestagung der European Society for Aesthetics in Barcelona

Von Paul Stephan

 

Ich im 4. Stock des Instituts, wo die Tagung stattfand.

Ich im 4. Stock des Gebäudes des Instituts für Philosophie der Universitat de Barcelona, wo die Konferenz stattfand.

Die diesjährige Jahrestagung der European Society for Aesthetics, die vom 8. bis 10. Juni in Barcelona stattfand, bot einen faszinierenden Überblick über die Breite der Disziplin. Neben eher historischen, kunst- und kulturwissenschaftlichen Beiträgen gab es auch eine Fülle von systematischen Beiträgen sowohl aus der ‚analytischen‘ wie auch der ‚kontinentalen‘ Tradition; der letztgenannten dürfte auch der Frankfurter Philosophie-Professor Christoph Menke zuzurechnen sein – einer der derzeit meistdiskutierten Theoretiker des Feldes –, der in einer äußerst erhellenden Keynote die Grundlagen seines u. a. auf Adornos Ästhetischer Theorie aufbauenden Projekts einer Ästhetik der Kraft vorstellte.

 

Es fiel auf, dass einer der zentralen, sich durch mehrere Panels hindurchziehende Themenstränge der Konferenz die Zerstörung von Kunst war – nicht zuletzt vor dem Hintergrund der ganz konkreten massiven Zerstörung von Kunstwerken im Syrien und dem Irak durch den so genannten „Islamischen Staat“. Diese Zerstörung – der einige andere Fälle von der Zerstörung von Kunstwerken durch islamistische Gruppierungen vorangingen – wirft einige philosophische Fragen grundlegender Art auf, die ich im Folgenden kurz anreißen werde anhand der von mir besuchten Konferenz-Beiträge, die sich auf diese Thematik bezogen. Der Terror wirft so selbst auf die philosophische Diskussion um die Kunst seinen Schatten.

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Derrida über dekontextualisierte Lektüren der Dekonstruktion


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Und dennoch, unter all den Versuchungen, denen ich heute werde widerstehen müssen, gibt es auch die der Erinnerung: zu erzählen, was das für mich und meine Generation gewesen ist, die Erfahrung des Marxismus, die wir ein ganzes Leben lang geteilt haben, die gleichsam väterliche Figur Marx, seine Auseinandersetzung mit anderen Abstammungen in uns, die Lektüre der Texte und die Interpretation einer Welt, in der das marxistische Erbe durch und durch bestimmend war, noch ist und also bleiben wird. Man muß nicht Marxist oder Kommunist sein, um sich dieser Evidenz zu öffnen. Wir bewohnen alle eine Welt, manche würden sagen eine Kultur, die in unauslotbarer Tiefe, ob direkt sichtbar oder nicht, das Mal dieses Erbes bewahrt.

Unter den Zügen, die eine bestimmte, meiner Generation eigene Erfahrung charakterisieren, eine Erfahrung, die wenigstens vierzig Jahre gewährt haben wird und die noch nicht zu Ende ist, möchte ich zuerst ein verwirrendes Paradox herausgreifen. Es handelt sich um die Störung eines „déjà vu“, und sogar eines gewissen „toujours déjà vu“. Ich erinnere an diese Malaise der Wahrnehmung, der Halluzination und der Zeit mit Rücksicht auf das Thema, das uns heute abend hier zusammengeführt hat: „Whither marxism?“ Für viele unter uns ist die Frage genauso alt wie wir. Vor allem für jene, die sich, wie auch ich, dem real existierenden „Marxismus“ oder „Kommunismus“ entgegenstellten […], die es aber wenigstens verstanden, das niemals ausgehend von konservativen oder reaktionären Motivationen zu tun, ja noch nicht einmal von gemäßigt rechten oder republikanischen Positionen aus. Für viele unter uns hat ein bestimmtes (ich sage wohlweislich: ein bestimmtes) Ende des marxistischen Kommunismus nicht auf den jüngsten Zusammenbruch der UdSSR und alles dessen gewartet, was in der Welt von ihr abhängig war. All das hat zweifellos schon zu Beginn der fünfziger Jahre angefangen – und war selbst das „déjà vu“. Seither erklingt die Frage, die uns heute abend hier versammelt hat („Whither marxism?“), wie eine alte Wiederholung. Sie drängte sich schon, wenn auch auf eine ganz andere Weise, vielen der jungen Leute auf, die wir damals waren. Dieselbe Frage war bereits erklungen. Dieselbe, gewiß, aber auf ganz andere Weise. […]

Warum? Es war bereits dieselbe Frage, dieselbe finale Frage. Viele junge Leute von heute (vom Typ „Leser-Konsumenten von Fukuyama“ oder vom Typ „Fukuyama“ selbst) wissen es zweifellos nicht mehr genug: Die eschatologischen Themen vom „Ende der Geschichte“, vom „Ende des Marxismus“, vom „Ende der Philosophie“, vom „Ende des Menschen, vom „letzten Menschen“ usw. waren in den fünfziger Jahren, vor vierzig Jahren, unser tägliches Brot. Dieses apokalyptische Brot nahmen wir bereits ganz natürlich in den Mund, ebenso natürlich wie das, was ich nachträglich, im Jahr 1980, den „apokalyptischen Ton in der Philosophie“ genannt habe.

Welche Konsistenz hatte es? Wie schmeckte es? Einerseits war es die Lektüre der Analyse jener, die wir die Klassiker des Endes nennen können. Sie bildeten den Kanon der modernen Apokalypse (Ende der Geschichte, Ende der Menschheit, Ende Philosophie, Hegel, Marx, Nietzsche, Heidegger, mit ihren Zusätzen à la Kojève oder den Zusätzen von Kojève selbst). Andererseits – und untrennbar davon – war es das, was wir über den totalitären Terror in allen Ländern des Ostens wußten […]; was wir wußten über alle sozioökonomischen Desaster der sowjetischen Bürokratie, über den vergangenen Stalinismus und den gegenwärtigen Neo-Stalinismus […]. Zweifellos war es dieses Element, worin sich das entwickelt hat, was man Dekonstruktion nennt – und es ist, besonders in Frankreich, unmöglich, in diesem Moment etwas von der Dekonstruktion zu begreifen, wenn man diesen historischen Zusammenhängen nicht Rechnung trägt. Seither erscheint jenen, mit denen ich diese einzigartige Zeit, diese doppelte und einmalige (gleichzeitig philosophische und politische) Erfahrung geteilt habe, seither erscheint uns, wage ich zu sagen, die mediale Parade des aktuellen Diskurses über das Ende der Geschichte und den letzten Menschen zumeist als langweiliger Anachronismus. 1)Jacques Derrida: Marx‘ Gespenster. Der Staat der Schuld, die Trauerarbeit und die neue Internationale. Frankfurt am Main 1996, S. 32 ff.

Auf was ich in diesem längeren, in typisch Derridascher Geschwätzigkeit (man muss es leider so bezeichnen) dargelegten Zitat hinausmöchte ist der vorletzte Satz, der überrascht: Gemeinhin wird die Dekonstruktion ja als Lektüreweise verstanden, die gerade vom Kontext abstrahiert und sich auf den reinen Text konzentriert und entsprechend wird die Dekonstruktion auch selbst rezipiert. Dekonstruktion ist wesentlich Dekontextualisierung, insbesondere in ihrer akademische-entpolitisierten Variante (die von Derridas eigenem Verständnis von Dekonstruktion, wie diesem Zitat – er spricht hier ja sogar von der der Dekonstruktion zu Grunde liegenden Erfahrung als zugleich philosophischer und politischer – unschwer entnommen werden kann, durchaus zu unterscheiden ist).

Wenn Derrida nun selbst verkündet, dass die Dekonstruktion nur vor dem Hintergrund ihres historischen Entstehungskontexts adäquat verstanden werden kann, ist das durchaus bemerkenswert und widerspricht den meisten gängigen Aneignungsweisen seiner Philosophie. Zugleich ist jedoch die Art, in der er das sagt, höchst eigenartig: Die Dekonstruktion scheint nicht universell nur aufgrund ihres Entstehungsmilieus zu verstehen zu sein, sondern nur in einer ganz partikularen Situation, nämlich „besonders in Frankreich“ und „in diesem Moment“. Bedeutet diese Aussage zumindest eine gewisse Relativierung der Notwendigkeit der Kenntnis ihres Entstehungsmilieus zu ihrem Begreifen, stellt jene sie völlig in Frage: Denn was ist das für eine seltsame Notwendigkeit, die „in diesem Moment“ gilt, im nächsten jedoch womöglich nicht mehr. Warum ist die Dekonstruktion „besonders in Frankreich“ und „in diesem Moment“ nur mittels ihres Entstehungskontexts zu verstehen? (Weiterlesen)

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Fußnoten   [ + ]

1. Jacques Derrida: Marx‘ Gespenster. Der Staat der Schuld, die Trauerarbeit und die neue Internationale. Frankfurt am Main 1996, S. 32 ff.

Grenzgänge in Colchester


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Grenzgänge in Colchester

Ein Bericht über meine Teilnahme an der internationalen Graduiertenkonferenz „Madness, Disorder, and Society“ an der University of Essex am 7. Mai 2016

Die Sphinx und eine Totenmaske. Schlossmuseum Colchester.

Die Sphinx und eine Totenmaske. Schlossmuseum Colchester.

Der Film Persona von Ingmar Bergman zeigt eine persönliche Begegnung zwischen einer als „verrückt“ diagnostizierten Sängerin und einer „normalen“ Krankenschwester, in deren Verlauf sich das Verhältnis zwischen beiden geradezu umkehrt: Die Krankenschwester „dreht durch“, die Sängerin wirkt am Ende des Films eigentümlich verständlich in ihrem Verhalten.
Was steckt hinter dieser Urangst des modernen Subjekts, im Kontakt mit dem Wahnsinn selbst wahnsinnig zu werden so, als würde vom Wahnsinn eine seltsame infektiöse Kraft ausgehen? Doch ist es wirklich die Angst vor dem Wahnsinnig-Werden oder – wie in dem Film – nicht eher die Angst davor, im Spiegel des Wahnsinnigen des eigenen Wahns gewahr zu werden – zu erkennen, dass die Grenzen zwischen „Verrücktheit“ und „Normalität“ weniger klar abgesteckt sind, als es die gewöhnliche Weltwahrnehmung glauben lässt? Sind wir in Wahrheit nicht alle ein wenig „verrückt“ (oder, in der Sprache der Werbung formuliert, „ein bisschen Bluna“) und werden nur diejenigen so deklariert, die gegen bestimmte soziale Konventionen verstoßen – wobei es sein mag, dass „normale“ Personen in gewisser Hinsicht noch viel „verrückter“ sind (man denke etwa an den „workaholic“, der sein Leben völlig für seine Arbeit aufopfert und dennoch mit sozialer Anerkennung für seine Leistungen belohnt wird)? Den Film am Vorabend der eintägigen Konferenz zu zeigen, war jedenfalls eine gute Entscheidung der Organisatoren.

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