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Corona und die Krise der Freiheit


von

Hier möchte ich die Weigerungen gegen die einschränkenden Maßnahmen in das Privatleben als Anlass nehmen, um einen Trugschluss aufzudecken, der die freie Gesellschaft mit der Verwirklichung der individuellen Freiheit gleichsetzt. Dafür kehren wir in das späte neunzehnte Jahrhundert zurück, das wie ein ferner Spiegel Auskunft über die sozialen Verhältnisse von Heute gibt.

In einer Stadtansicht auf den Pariser Boulevard des Capucines stellt Claude Monet sich eng beinander tummelnde Passanten dar (Abb. 1). Das Bild wirkt wie eine momenthafter Ausblick auf die Stadt, denn die Passanten wirken als ob sie strömen, doch sie stehen auf dem Platz. Hier ist die Wechselwirkung von Nähe und Distanz, die im Auge des Betrachters entsteht und die sozial historische Entwicklung von Seh- und Lebensgewohnheiten wichtig. Wenn man bedenkt, dass die Straßenansicht einen Ausblick aus dem Fenster darstellt, (davon müssen wir ausgehen, wenn man auf die gegenüberliegende Häuserfront blickt und die rechts im Bild herausschauenden Männerfiguren gewahrt) dann ist zunächst eine Distanz des Einzelnen Betrachters zu der Menschenmenge festzustellen. Die Betrachter dieses Bildes teilen so nicht nur den selben Ausblick wie den der herabblickenden Personen, sondern auch die Distanz zur Menge.

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Schönheit zum Anfassen nah!


von

Ein Gastbeitrag von Shahab Sanjari.

Schönheit zum Anfassen nah!

Schönheit und Kunstbegriff bei Schiller

 

Nackt ist die Schweizer Künstlerin Milo Moiré nicht, sie trägt anstatt eines Rockes eine Schachtel. Je nach Performance ist es manchmal auch ein ähnlich konstruiertes Oberteil. Die Schachtel ist undurchsichtig und außenseitig mit Spiegeln versehen; daher der Name der Performance: Mirror Box . Die einzige Verbindung zur Außenwelt ist eine Öffnung im Vorderbereich der Schachtel, aber selbst an dieser Stelle trennt ein kleiner schwarzer Vorhang die Außenwelt von dem Innenraum der Schachtel ab.

Die Künstlerin spaziert durch die Fußgängerzonen von Amsterdam, Düsseldorf oder London mit einer Stoppuhr und einem Desinfektionsspray. Sie oder ihr Assistent animieren mit einem Megafon Passanten dazu, durch die Öffnung im Vorderbereich der Schachtel zu greifen und ihren bloßen Schambereich zwölf Sekunden lang anzufassen, während in den Schachteln Videokameras den Vorgang aufnehmen.

Diejenigen, die sich animieren lassen, sind von verschiedenem Alter und Geschlecht. Sie befolgen ihre Anweisungen oft mit einem Lächeln oder einem vorsichtigen Blick. Moiré sorgt für viel Aufmerksamkeit: Menschen versammeln sich um sie herum, nehmen Fotos und Videos auf, um diese im Anschluss mit Freunden zu teilen. Manchmal filmt ein Assistent die Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Diese Videos werden hinterher mit den Aufnahmen aus dem Innenraum der Schachtel (teilweise unkenntlich gemacht) zusammengeschnitten, sodass die Person und was ihre Hände in der Schachtel machen gleichzeitig zu sehen sind.

Nicht alle Passanten nehmen aktiv an dem Kunstwerk teil, viele beobachten nur. Manche verweilen länger und verarbeiten was sie sehen. Die Reaktionen variieren zwischen Respekt und Verachtung, Empörung und Indifferenz, Lust und Ekel. Manche beschäftigt die Frage nach der Moral und der Rechtmäßigkeit einer solchen Aktion und einige stoßen an die Grenzen ihrer eigenen sittlichen Akzeptanz. Moiré selbst sagt oft gar nichts, sie steht nur da, lächelt die Passanten an, dreht sich in einer langsamen, tanzähnlichen Art, nickt den Kopf einladend und wartet. Die Beobachterinnen und Beobachter verlassen die Szene teils mit Staunen, aber sicher mit dem Nachklang eines Eindrucks und einer Botschaft, die sich vielleicht erst später in ihren Gedanken herauskristallisieren wird.

Dass es sich hierbei um ein Kunstwerk handelt, will man kaum bezweifeln, aber zugegebenermaßen entspricht das Werk in seiner Gesamtheit und Zusammensetzung nicht unbedingt der traditionellen Vorstellung von einem solchen. Die Frage ist, was genau aus dieser Performance ein Kunstwerk macht?

Niemand geringeres als Friedrich Schiller hat eine Antwort darauf; der Großmeister der Lyrik und des Theaters, der sich vor zwei Jahrhunderten der Beschreibung der Schönheit, Ästhetik und Kunst und deren Einwirkungen auf die Erziehung, Politik und Gesellschaft gewidmet hat. Basierend auf dem Grundgedanken von Immanuel Kant ebnete er mit seinen Schriften den Weg für viele Philosoph/innen, die in den nachfolgenden Jahrzehnten auf dem Gebiet der Kunst und der ästhetischen Theorie arbeiteten. (Weiterlesen)


Ein Diogenes von heute – Nachruf auf einen kürzlich verstorbenen Freund


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Veranstaltungsbild der Dada-Gala im Juni 2016. Vermutlich von Zassi gestaltet.

Man nannte ihn kurz „Zassi“ und bei diesen Namen möchte ich es auch belassen. Er verwendete ihn auch selbst stets und was eigentlich sein wirklicher bürgerlicher Name ist, weiß ich ebenso wenig wie beispielsweise, in welchem Alter er eigentlich genau verschieden ist. Auf jeden Fall zu früh – wie ja bekanntlich die meisten, die etwas taugen. Ich erfuhr von seinem Tod erst mit einigen Wochen Verspätung, wie selbst seine wenigen Angehörigen, da er in seiner zweiten „Heimat“ Thailand an den Folgen eines Badeunfalls verschied. Er starb am 29. Juni, ich erfuhr es irgendwann im August während meines diesjährigen Urlaubs, als ich aus Langeweile eine schon lange nur noch unregelmäßig genutzte E-Mail-Adresse „checkte“, wie es heißt.

Ich kann nicht sagen, dass ich mich Zassi wirklich eng befreundet gewesen wäre. Ich könnte fast sagen, dass ich ihn in einem „anderen Leben“ kennenlernte, als ich als junger Student in Frankfurt am Main in einem autonomen Hausprojekt namens „Institut für vergleichende Irrelevanz“ (kurz: IvI) engagiert war, in dem er wohnte und eine Art „Hausmeisterrolle“ einnahm. Das ist nun über zehn Jahre her und seitdem ich vor einigen Jahren aus Frankfurt weggezogen bin, habe ich zu Zassi nur noch unregelmäßigen Kontakt per E-Mail gehabt. Was immerhin etwas heißen will, denn zu den allermeisten meiner damaligen Bekannten habe ich mittlerweile überhaupt keinen Kontakt mehr.

Wenn ich „Hausmeister“ schreibe, ist das freilich ein wenig zu kurz gegriffen. Er war zugleich eine Art „Sozialarbeiter“. Er hielt sich aus allem heraus und sprach mit jedem. Mich nahm er geradezu ein wenig „väterlich“ an der Hand und gab mir einige gute Ratschläge auf den Weg. Über alle Intrigen, persönlichen Befindlichkeiten und politischen Zankereien hinweg betonte er das aus seiner Sicht Wesentliche: Dass die Abschaffung des Kapitalismus und mit ihm aller Herrschaft das Ziel sein müsse und dass man im IvI in ästhetischer wie praktischer Form bereits jetzt gemäß den Prinzipien jener kommenden Welt leben müsse. Dieses Prinzip predigte er freilich nicht, sondern er lebte es einfach vor. Er war ein Ruhepol und eine moralische Autorität – ohne ihn wäre das IvI, davon bin ich fest überzeugt, bereits wesentlich früher zusammengebrochen als es geschah (im physischen wie im psychischen Sinne). (Weiterlesen)


It’s Istanbul, not Constantinople 💁


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Marx‘ 18. Brumaire beginnt mit dieser schönen, oft zitierten Stelle: „Hegel bemerkte irgendwo, daß alle großen weltgeschichtlichen Tatsachen und Personen sich sozusagen zweimal ereignen. Er hat vergessen, hinzuzufügen: das eine Mal als Tragödie, das andere Mal als Farce.“ Als Erdoğan vor einigen Wochen angekündigt hatte, den Museumsstatus der Hagia Sophia aufzuheben und das Gebäude wieder zu einer Moschee umzuwidmen, und die europäische Rechte zur Rettung des Abendlands am Bosporus aufrief, wurde ich unweigerlich an diese Zeilen erinnert. Dass diese Verteidiger sich kaum entscheiden können, ob sie lieber das Christentum oder den Säkularismus retten wollen, ist ein Akt dieser Komödie, der verletzte Sultanstolz, der aus dem Irren vom Bosporus spricht, ein anderer und ich weiß wirklich nicht, welcher mich mehr zum Lachen bringt.

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Immer diese Popmusik…


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…nur mehr schräge Töne, kein Sinn mehr für das Schöne!

Wo habe eigentlich diese ganzen Antilopengangs, Egotronics und Slimes je so ehrlich für die Psychiatriekritik Partei ergriffen wie Freiwild?

Neuerdings ist es gar nicht mehr so illegal, im Supermarkt einzuklauen, so lange man seine Maske trägt.

Angesichts der BLM-Proteste stelle ich mir mehr und mehr die Frage, was es eigentlich heißt, ein guter Verbündeter zu sein. Mit Höflichtkeit wird man des wohl kaum erreichen,

Hat die Linke ihren Punk verloren? Mir kommt es so vor, aber vielleicht bin ich auch nur irgendein dummes Arschloch.

Aber vielleicht genügt es der Linken ja auch, den Ausnahmezustand mit zu verwalten. Souverän ist das allemal.

Hab ich schon erwähnt, dass es mir in dieser SCHEISSGESELLSCHAFT völlig WURSCHT ist, ob ich morgen an CORONA VERRECKE?


Für immer Antifa…


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So sehr einen die konformistischen SPD-Rebellen in Deutschland auch nerven, wenn ich gerade in die USA sehe wünschte ich, ich hätte die Antifa-Aufkleber an meiner Tür nicht abgemacht.

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Sinn und Sicherheit


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Gerade hab ich meine Miete überwiesen. Dabei fiel mir mal wieder auf, was für ein Theater meine Bank, die im Gegensatz zu anderen Banken „Sinn“1)Je öfter man das Wort liest, um so weniger Sinn macht es. verspricht, um meine Sicherheit macht. Nicht nur, dass ich eine endlos lange Zahl zur Verifikation brauche, die sich kein Mensch merken kann, sondern ich muss auch noch einen Barcode einscannen. So hilft mir die GLS Bank meine schier endlosen Reichtümer gegen all die zu schützen, die sie mir wegnehmen wollen.

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Fußnoten

1 Je öfter man das Wort liest, um so weniger Sinn macht es.

Gastbeitrag: Offener Brief an Irena Rudolph-Kokot


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Als Gastbeitrag veröffentlichen wir folgenden offenen Brief von M. Immanuel C. an Irena Rudolph-Kokot, stellvertretende Vorsitzende der Leipziger SPD. Es geht darin insbesondere um die Gegendemo gegen die Demonstration für die vollständige Wiederherstellung der Versammlungsfreiheit am 1. Mai, an der sie teilnahm.

 

Sehr geehrte Frau Rudolph-Kokot,

hiermit wende ich mich an Sie, da Sie laut einer Mitteilung der Initiative „Leipzig nimmt Platz“ mitverantwortlich sind für die Darstellung der „Bewegung Leipzig“ gegen den Corona-Ausnahmezustand als „Teil eines rechten Sammelbeckens“ zusammen mit „Corona-Leugner*innen, Impfgegner*innen und Verschwörungstheoretiker*innen“.

Ich kenne deren Veranstaltungen vor der Nikolaikirche, z. B. am 2. Mai, nur aus Youtube (Link). Auch wenn ich nicht mit allem, was dort von Publikumsrednern gesagt habe, übereinstimme (z.B. nicht mit dem Reichsbürger), so kann ich in der Rede der Organisatorin keinen rechten Unterton erkennen und muss mich generell auch jenem Redner anschließen, der meinte, auch wenn jemand im Publikum etwas sagt, mit dem man nicht einverstanden ist, bleibt Freiheit immer die Freiheit des Andersdenkenden – und Rosa Luxemburg war mit Sicherheit nicht rechts.

Da ich allerdings am 1. Mai über die vollständige Dauer der Kundgebung der „Bewegung Leipzig“ auf dem Simsonplatz anwesend war und dort auch Sie in der Gruppe der Gegendemonstrant*innen gesehen habe, bekomme ich eher den Eindruck, Sie standen da irrtümlicherweise auf der falschen Seite, wenn Sie sich gegen Faschismus und für Menschlichkeit einsetzen möchten:

Aus keinem der von Veranstalterseite gehaltenen Redebeiträge konnte ich etwas vernehmen, das in irgendeiner Weise rassistisch oder menschenverachtend gewesen wäre und möchte hiermit von Ihnen gerne wissen, ob Sie etwas anderes gehört haben und wenn ja, was genau und woher?

Es wurde bei der gesamten Kundgebung noch nicht einmal wirklich der Konsens in Frage gestellt, dass es den Corona-Virus gibt – und da ich Menschen aus dem Orga-Kreis kenne, weiß ich, dass auch tatsächlich niemand die Bedrohung durch das Virus leugnet – sondern einzig und allein die überzogene Reaktion des Staates mit den beispiellosen Grundrechtseinschränkungen. Warum werden Versammlungen untersagt, auch wenn die Abstandsregeln eingehalten werden? Warum darf man sich offiziell nicht mit seiner politischen Bezugsgruppe oder einem Lesekreis treffen, selbst wenn keiner davon Außenkontakte hatte? Warum ist es zum Beispiel erlaubt, zu Jagen und zu Angeln, während Ausflüge zum Wandern in den Bergen oder im Wald verboten wurden? (Weiterlesen)


Ohne mich – Teil 3


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Der dritte und letzte Teil dieses dreiteiligen Textes. Zu Teil 1, zu Teil 2. Link zum zum kompletten Artikel als PDF.

Ohne mich!

Erklärung meines Rückzugs aus „Nicht ohne uns“

VI. Herrn Jebsens Umwälzung des Journalismus – Eine Art ‚Anti-Jebsen‘

KenFM ist jedoch nur bedingt eine sachliche und neutrale Informationsquelle – und erst recht keine Stimme einer antifaschistischen „Résistance“. Wie gesagt rechne ich es Ken Jebsen und Co. durchaus an, dass sie über die „Nicht ohne uns“-Proteste vergleichsweise fair und sachlich berichten und damit etwas tun, was eigentlich andere Medien tun sollten – denn schließlich ist die Protestbewegung für die Wiedereinsetzung der Grundrechte in Zeiten von Corona keineswegs eine marginale Gruppe von ‚Spinnern/innen‘, sondern ein in ganz Deutschland agierender Zusammenhang von tausenden von Mitstreitern/innen. Ich finde auch einiges, was auf KenFM zur Corona-Politik gesagt wird, gut und richtig. Doch das ist nicht der Punkt, warum ich KenFM problematisch finde.

 

a) Das ‚Schema Ken‘ – Generalschlüssel zur Erklärung der Wirklichkeit

Der Witz an KenFM ist, dass dort immer wieder wichtige Themen und richtige Punkte aufgegriffen werden, aber stets in ein bestimmtes Großnarrativ integriert werden – und das ist das Problematische an diesem Portal. Es macht daher wenig Sinn, mit Ken Jebsen und seinen Fans über einzelne Punkte zu debattieren1)Ich werde daher im Folgenden auch nur vereinzelt einzelne Behauptungen Jebsens nachprüfen. – Die Mühe lohnt sich meist ohnehin nicht, da Jebsens seinerseits überhaupt keine oder offensichtlich absurde Argumente für seine Thesen anführt bzw. ihre Absurdität auf den ersten Blick offensichtlich ist. Mühevoll ist die Überprüfung der einzelnen Behauptung vor allem deshalb, weil es sich meist um Halbwahrheiten handelt, die genau aufzudröseln natürlich umfassende eigene Recherchen verlangt. – Das ist natürlich ein wichtiger Teil der rhetorischen Strategie Jebsens: Einfach mal steile Thesen in den Raum zu werfen, deren präzise Widerlegung so zeitintensiv ist, dass sich niemand die Mühe macht. – was man erkennen muss, ist das dahinterstehende Großnarrativ, das Jebsen & Co. immer wieder mehr oder weniger subtil vermitteln. Dieses Narrativ – zu Deutsch: diese Erzählung – zu erkennen, braucht es eine gewisse intellektuelle Schulung und ich werfe niemandem vor, es nicht sofort zu sehen. Ich selbst habe mir in den letzten Tagen sehr viele Videos und Artikel auf KenFM angesehen (ich hatte mich um Jebsen zuletzt 2017 gekümmert im Kontext der ‚Berliner Kino-Affäre‘, aber das ist eine andere Geschichte …), um dieses Narrativ möglichst klar erkennen und belegen zu können. Mein Ziel ist es also im Folgenden, zu begründen, warum ich KenFM für ein grundsätzlich problematisches Portal halte, mit dem man wirklich nur in begründeten Einzelfällen kooperieren sollte, aber von dem eine kritische Distanz zwingend erforderlich ist.

Das Standardnarrativ, dass man in nahezu allen Produktionen von KenFM vorfinden kann, lautet: Es gibt ein erstmal unschuldiges Volk, das ja eigentlich erst einmal nur ‚das Gute‘ will – dieses zu erreichen wird es jedoch verhindert durch eine böse Elite; womit freilich nicht so sehr diejenigen gemeint sind, die auf den ersten Blick die Macht haben (Politiker/innen und Unternehmer/innen), sondern im Geheimen agierende Kreise, deren Wirken sich großteils im Verborgenen abspielt. Wer genau Teil dieser Elite ist, dazu wird verschwiegen, oft ist von der „Finanzelite“2)https://kenfm.de/tagesdosis-30-3-2020-corona-crash-politik-und-wissenschaft-als-helfershelfer-der-finanzelite-2/ oder der „Hochfinanz“3)https://kenfm.de/tagesdosis-13-12-2019-fake-klimarettung-zur-rettung-der-eliten/ die Rede. Diese kleine Elite erhält ihre Macht vor allem dadurch aufrecht, dass sie das eigentlich einige Volk spaltet und bspw. Linke und Rechte gegeneinander aufbringt, so dass sie gegeneinander kämpfen, anstatt gemeinsam die Elite zu stürzen. (Weiterlesen)

Fußnoten

1 Ich werde daher im Folgenden auch nur vereinzelt einzelne Behauptungen Jebsens nachprüfen. – Die Mühe lohnt sich meist ohnehin nicht, da Jebsens seinerseits überhaupt keine oder offensichtlich absurde Argumente für seine Thesen anführt bzw. ihre Absurdität auf den ersten Blick offensichtlich ist. Mühevoll ist die Überprüfung der einzelnen Behauptung vor allem deshalb, weil es sich meist um Halbwahrheiten handelt, die genau aufzudröseln natürlich umfassende eigene Recherchen verlangt. – Das ist natürlich ein wichtiger Teil der rhetorischen Strategie Jebsens: Einfach mal steile Thesen in den Raum zu werfen, deren präzise Widerlegung so zeitintensiv ist, dass sich niemand die Mühe macht.
2 https://kenfm.de/tagesdosis-30-3-2020-corona-crash-politik-und-wissenschaft-als-helfershelfer-der-finanzelite-2/
3 https://kenfm.de/tagesdosis-13-12-2019-fake-klimarettung-zur-rettung-der-eliten/

Zeitung und Aktionsaufruf zum 1. Mai


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Als Gastbeitrag wollen wir hiermit auf eine von unserem Blogger Paul Stephan mitinitiierte Kampagne unter dem Motto „Linke und Liberale gemeinsam für die Grundrechte“ aufmerksam machen. Die Kampagne ruft dazu auf, den 1. Mai für Demonstrationen zu nutzen – entweder in angemeldeter Form oder als individueller Spaziergang. Es gibt zwei Kampagnenvideos sowie eine kleine Zeitung, die auch selbständig ausgedruckt und verteilt werden darf. Kernforderung ist die Wiedereinführung der vollständigen Versammlungsfreiheit für politische Demonstrationen. In Leipzig findet ab 15 Uhr 30 eine Kundgebung des Bündnisses vor dem Bundesverwaltungsgericht (Simsonplatz) statt (Link).

Link zur bundesweiten Version der Zeitung (& druckoptimierte Version)

Link zur Leipziger Regionalausgabe (& druckoptimierte Version)

Link zum bundesweiten, Link zum Leipziger Flugblatt.

Einen schönen 1. Mai!